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Die Dohle - Steckbrief

Steckbrief

Dohle Name: Dohle
Lateinischer Name: Corvus monedula
Klasse: Vögel
Größe: 30 - 40cm
Gewicht: 170 - 300g
Alter: 10 - 20 Jahre
Aussehen: schwarzes Gefieder
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Allesfresser (omnivor)
Nahrung: Aas, Hülsenfrüchte, Insektenlarven, Schnecken, Würmer
Verbreitung: Asien, Europa, Nordafrika
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: Parks, Wälder, Weiden, Steppen
natürliche Feinde: Fuchs, Marder, Habicht
Geschlechtsreife: mit dem zweiten Lebensjahr
Paarungszeit: März - April
Brutzeit: 17 - 19 Tage
Gelegegröße: 3 - 6 Eier
Sozialverhalten: Schwarmtier
Vom Aussterben bedroht: Nein

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über die Dohle

Dohle

  • Die Dohle oder Corvus monedula beschreibt einen mittelgroßen Vertreter der Rabenvögel, der sich durch seine hohe Intelligenz und ein großes Repertoire an charakteristischen Lauten auszeichnet.
  • Die Dohle ist sowohl in ganz Europa als auch in Eurasien und Nordafrika beheimatet.
  • Viele in Skandinavien lebende Dohlen ziehen im Herbst in großen Schwärmen in die Länder des Mittelmeerraumes, wo ihre Winterquartiere liegen.
  • Die Dohle ist von gedrungenem Körperbau und erreicht eine Körperlänge von maximal 40 Zentimetern. Sie besitzt einen für Rabenvögel ungewöhnlich stämmigen Schnabel und kurze schwarze Beine.
  • Das Gefieder sieht bei Männchen und Weibchen gleich aus und erscheint am Schwanz, an den Flügeln, an der Stirn und am Rücken schwarz, während Nacken, Brust und Wangen hellgrau gefärbt sind. Bei Lichteinfall schimmert das Gefieder leicht bläulich.
  • Die weißen Augen heben sich deutlich vom dunklen Gefieder ab.
  • Die Dohle hält sich sowohl in Wäldern, offenen Kulturlandschaften und Steilküsten als auch in Städten, Dörfern und Parks mit alten hohen Bäumen auf. Sie bevorzugt tiefere Lagen, ist aber gelegentlich auch im Gebirge wie etwa in den Alpen anzutreffen.
  • Als Höhlenbrüter baut die Dohle ihre Nester in Mauerlöchern alter Gebäude, in Kirchentürmen, Schornsteinen, Bunkern und Felsspalten. Auch in verlassenen Kaninchenbauten und Bruthöhlen von Spechten finden Dohlen geeignete Brutplätze.
  • Da heute viele alte Gebäude saniert werden, finden viele Dohlen keinen Nistplatz. Daher werden ihnen in vielen Gebieten künstliche Nistgelegenheiten zur Verfügung gestellt, um die Population stabil zu halten.
  • Dohlen leben in monogamen Paarverbindungen zusammen, die oft bis zum Tod eines Partners halten.
  • Nach der Balz im März legt das Weibchen in eine weich ausgepolsterte Mulde mehrere bläuliche Eier, aus denen nach etwa achtzehn Tagen die Küken schlüpfen. Diese werden als Nesthocker von beiden Eltern einen Monat lang mit Futter versorgt.
  • Nach dem Verlassen des Nestes verbleiben die Jungvögel noch mehrere Wochen lang in der Nähe der Eltern.
  • Viele Gelege und Küken fallen Füchsen, Mardern und Raubvögeln zum Opfer.
  • Dohlen ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Aas, Schnecken, Würmern, Samen, Beeren und Obst.
  • Sie können in freier Wildbahn bis zu zwanzig Jahre alt werden und erreichen in Gefangenschaft ein Lebensalter von bis zu dreißig Jahren.

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