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Der Kranich - Steckbrief

Steckbrief

Kranich Name: Kranich
Weitere Namen: Grauer Kranich, Europäischer Kranich
Lateinischer Name: Grus grus
Klasse: Vögel
Größe: 90 - 120cm
Gewicht: 4 - 7 kg
Alter: 15 - 25 Jahre
Aussehen: gräulich-weiß
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Allesfresser (omnivor)
Nahrung: Fische, Nagetiere, Schnecken, Würmer
Verbreitung: Europa und Asien
ursprüngliche Herkunft:
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: bevorzugt Feuchtwiesen, Moore und Sümpfe
natürliche Feinde: /
Geschlechtsreife: ca. ab dem dritten Lebensjahr
Paarungszeit: Februar - April
Brutzeit: 28 - 35 Tage
Sozialverhalten: Schwarmtier
Vom Aussterben bedroht: Ja

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über den Kranich

  • Der Kranich beschreibt eine eigene Familie von in Nord- und Osteuropa sowie weiten Teilen Asiens beheimateten Schreitvögeln.
  • Waren Kraniche früher auch in Mittel- und Westeuropa weit verbreitet, sind diese Vögel heute fast ausschließlich in Skandinavien und Russland anzutreffen.
  • Als Zugvögel übersiedeln die äußerst geselligen Kraniche im Oktober in großen Schwärmen in ihre südlichen Winterquartiere in Nord- oder Nordostafrika. Ihre Reise unterbrechen sie jedes Jahr, um sich auf denselben Rastplätzen zwei oder drei Wochen lang auszuruhen.
  • Die ziehenden Gruppen sind an der charakteristischen Keilformation und an den typischen Rufen, die an Trompetentöne erinnern, eindeutig erkennbar.
  • Kraniche werden bis zu 120 Zentimeter lang und erreichen eine Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern. Trotz ihrer majestätischen Größe werden sie nur maximal sieben Kilogramm schwer.
  • Der Kranich ist ähnlich wie der Storch von schlankem Körperbau und besitzt einen langen Hals und Schnabel, lange Beine und eine unbefiederte, auffallend rote Platte sowie weiß-schwarze Zeichnung auf dem Kopf.
  • Sein Gefieder ist in unterschiedlichen Grauschattierungen gefärbt, wobei seltene Exemplare auch ein weißes oder fast schwarzes Federkleid besitzen. In der Regel sind nur Hals und Kopf von schwarzen Federn bedeckt.
  • Das Gefieder der Flügelspitzen ist ungewöhnlich lang und vermittelt den Eindruck, als hätten Kraniche einen buschigen Schwanz.
  • Kraniche mausern im Gegensatz zu allen anderen Vogelarten nur alle zwei Jahre. In der Zeit des Federwechsels, der im Sommer stattfindet, sind sie flugunfähig.
  • Als Allesfresser ernähren sich Kraniche von kleinen Fischen und Säugetieren wie etwa Mäusen und anderen Nagern, sowie Insekten, Schnecken, Amphibien und Würmern. Auch Körner, Beeren, Nüsse, verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten, Grashalme, Pflanzenwurzeln und Erntesaaten dienen ihnen als wichtige Nahrungsquellen.
  • Während der Balzzeit wirbt das Männchen mit ausgeprägten und faszinierenden Hochzeitstänzen um die Gunst des Weibchens. Nach der Paarung legt das Weibchen in ein leicht erhöhtes Nest im Sumpf zwei oder drei Eier, die von beiden Partnern abwechselnd bebrütet werden.
  • Die Jungvögel schlüpfen nach etwa einem Monat und verlassen bereits nach wenigen Tagen das Nest.
  • Kraniche leben mit dem einmal gefundenen Partner in dauerhaften Paarverbindungen bis zum Tod zusammen.
  • Ausgewachsene Kraniche besitzen kaum natürliche Feinde, junge Tiere fallen jedoch gelegentlich Füchsen, Raben, Krähen oder anderen räuberischen Vögeln zum Opfer. Die größte Gefahr geht jedoch vom Menschen aus, der die natürlichen Lebensräume der Kraniche durch Trockenlegung und Staugebiete zerstört.
  • Im alten Ägypten wurden Kraniche als göttliche Vögel verehrt und geopfert. Noch heute besitzen sie in China und Japan sowie einigen Ländern Skandinaviens starke Symbolkraft.

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