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Das Schnabeltier - Steckbrief

Steckbrief

Schnabeltier Name: Schnabeltier
Lateinischer Name: Ornithorhynchus anatinus
Klasse: Säugetier
Größe: 30 - 50cm
Gewicht: 1 - 2kg
Alter: 5 - 10 Jahre
Aussehen: braun-schwarzes Fell
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Fleischfresser (carnivor)
Nahrung: Insekten
Verbreitung: Australien, Tasmanien
ursprüngliche Herkunft: Australien
Schlaf-Wach-Rhythmus: nachtaktiv
Lebensraum: Uferregionen
natürliche Feinde: Greifvögel, Schlangen, Warane
Geschlechtsreife: etwa ab dem zweiten Lebensjahr
Paarungszeit: August - Oktober
Brutzeit: 10 - 12 Tage
Gelegegröße: 2 - 3 Eier
Sozialverhalten: Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Nein

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über das Schnabeltier

  • Das Schnabeltier beschreibt eine Gattung innerhalb der Säugetiere und bildet mit den Schnabeligeln eine eigene Gruppe, nämlich die Kloakentiere.
  • Als Kloakentier bringt das weibliche Schnabeltier keine lebenden Jungen zur Welt, sondern legt Eier in einen in die Erde gegrabenen, mehrere Meter langen Bau. Aus den Eiern schlüpfen die Jungen nach etwa zehn Tagen Brutzeit und werden anschließend mit Muttermilch ernährt, die in Drüsen gebildet und von ihnen abgeleckt wird.
  • Schnabeltiere besitzen einen Schnabel, der biegsam ist und eine glatte Hautoberfläche aufweist, sowie einen Kiefer mit Hornplatten, mit denen sie ihre Nahrung zerkleinern.
  • Schnabeltiere sind ausschließlich in Australien und Tasmanien beheimatet, wo sie als hervorragende Schwimmer die meiste Zeit ihres Lebens in Gewässern verbringen.
  • Sie sind an ihren bevorzugten Lebensraum perfekt angepasst, da Schnabeltiere Füße mit Schwimmhäuten und ein stark wasserabweisendes Fell besitzen. Die Schwimmhäute können sie aufklappen, um mit den kräftigen Pfoten ihre Bauten in der Erde anzulegen.
  • Wenn sie nicht im Wasser sind, ziehen sie sich in einen ihrer zahlreichen Bauten am Ufer zurück, deren Eingänge unter Pflanzenmaterial gut verborgen sind.
  • Als nachtaktive Fleischfresser und Einzelgänger jagen sie unter Wasser Würmer, Krabben und Insektenlarven, die sie mit ihrem Schnabel unter Steinen und im Schlamm aufspüren. Der hochsensible Schnabel ist mit Rezeptoren besetzt, mit denen die Tiere, die ihre Ohren und Augen unter Wasser immer geschlossen halten, die Bewegungen ihrer Beutetiere als elektrische Impulse wahrnehmen.
  • Ihre Beute sammeln sie in Backentaschen und befördern sie an die Oberfläche, bevor sie sie verzehren.
  • Das männliche Schnabeltier besitzt als eines der wenigen giftigen Säugetiere einen Stachel am Hinterteil, der direkt in eine giftproduzierende Drüse mündet. Angriffe auf Menschen sind äußerst selten und passieren nur dann, wenn ein Schnabeltier versehentlich von Fischern eingefangen wird und sich zur Wehr setzt. Der Stich ist für Menschen nicht tödlich, kann jedoch zu Schwellungen am ganzen Körpern und starken Schmerzen führen, die mitunter monatelang andauern und weder mit Schmerzmitteln noch mit geeigneten Gegengiften erfolgreich behandelt werden können.
  • Die Funktion dieses Dornfortsatzes ist bis heute nicht genau erforscht. Wissenschaftler nehmen jedoch an, dass der Stachel in der Paarungszeit der Verteidigung des Reviers gegen Konkurrenten dient, denn die Konzentration des Giftes ist in dieser Phase besonders hoch.
  • Zu den Fressfeinden der Schnabeltiere zählen Warane, Pythons, Füchse, eine große Art von Dorschen sowie Greifvögel. Schwimmratten dringen gelegentlich in die Erdbauten der Schnabeltiere ein und erbeuten deren Junge.

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