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Die Winkelspinne - Steckbrief

Steckbrief

Winkelspinne Name: Winkelspinne
Weitere Namen: Hausspinne
Lateinischer Name: Tegenaria (atrica)
Klasse: Insekten
Größe: 1,5 bis 2,5 cm
Gewicht: ?
Alter: 2 - 6 Jahre
Aussehen: rotbraun oder dunkelbraun
Geschlechtsdimorphismus: Nein
Ernährungstyp: Insektenfresser (insektivor)
Nahrung: Insekten
Verbreitung: Afrika, Asien, Europa und Nordamerika
ursprüngliche Herkunft: unbekannt
Schlaf-Wach-Rhythmus: dämmerungs- und nachtaktiv
Lebensraum: bevorzugt trockene Habitate; Kulturfolger des Menschen
natürliche Feinde: insbesondere Vögel
Geschlechtsreife: ?
Paarungszeit: ganzjährig möglich
Eiablage: 30 - 100 Eier
Verhalten: Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Nein

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über die Winkelspinne

  • Die Winkelspinnen oder Tegenaria beschreiben eine Gattung innerhalb der Trichterspinnen, der über sechzig in Europa lebende Arten zugeordnet werden.
  • Winkelspinnen sind überwiegend nachtaktiv und bewegen sich auffallend schnell.
  • Die meisten Arten sind in Europa, Asien und Afrika beheimatet, andere Winkelspinnen sind auch in Amerika anzutreffen.
  • In Mitteleuropa gilt die Große Winkelspinne, aufgrund ihrer Lebensgewohnheiten auch Hausspinne genannt, als der bekannteste Vertreter dieser Gattung.
  • Sie lebt bevorzugt in Höhlen, Stollen, hohlen Bäumen oder in tiefen Laubwäldern, ist aber oft auch in menschlichen Behausungen anzutreffen. Sie besiedelt äußerst gerne schwer zugängliche Stellen in dunklen, nur wenig genutzten Räumen wie Kellerräumlichkeiten, Garagen, Schuppen oder Gartenhäuschen.
  • Wie alle Winkelspinnen ist auch die Große Winkelspinne von dunkelbrauner bis rötlich brauner Farbe und besitzt im Vergleich zum Körper auffallend lange und abgewinkelte, fein behaarte Beine. Während die vordersten Beine am längsten sind, nimmt die Länge nach hinten hin kontinuierlich ab.
  • Ein typisches Erkennungsmerkmal der Winkelspinne, das auch die Hausspinne zeigt, ist die hellbraune Zeichnung auf der Brustplatte.
  • Tagsüber hockt die Hausspinne in ihrer Wohnröhre, die die Form eines Trichters hat und in einem ungestörten Winkel angelegt wird.
  • Die in Mitteleuropa beheimateten Winkelspinnen erreichen Körpergrößen von maximal eineinhalb Zentimetern. Die Beinspannweite kann bis zu zehn Zentimeter betragen.
  • Winkelspinnen sind weder gefährlich oder giftig noch aggressiv. Nur äußerst selten wird von Bissen durch Winkelspinnen berichtet.
  • Die Winkelspinne ernährt sich von Asseln und verschiedenen Insekten. Um diese zu erbeuten, webt sie ein vor dem Wohntrichter befindliches Netz aus mehreren Lagen, in dem sich ihre Opfer verfangen. Dies nimmt die Winkelspinne über ihre sensiblen Sinnesorgane an den Härchen ihrer Beine wahr. Nach einem blitzschnellen Biss ist die Beute gelähmt und wird dann im Inneren der Wohnröhre verzehrt.
  • Die Schlupfhöhlen werden abhängig vom Nahrungsangebot verlassen oder neu besiedelt. Weibliche Spinnen töten oft kleinere Männchen oder weibliche Artgenossen, um deren Behausungen zu erobern.
  • Die Paarung erfolgt im Spätsommer und Herbst. Paarungsunwillige Weibchen sind kannibalistisch und erbeuten die Männchen.
  • Haben sich die Partner gefunden, dauert die Paarung oft mehrere Stunden und verläuft friedlich.
  • Die Große Winkelspinne kann bis zu sechs Jahre alt werden, wobei das durchschnittliche Lebensalter bei etwa drei Jahren liegt.