Biologie-Schule.de

Kompaktes Wissen für Schule und Studium

Biologie-Schule.de

Das Nachschlagewerk für Biologie

Die Türkentaube - Steckbrief

Steckbrief

Türkentaube Name: Türkentaube
Weitere Namen: /
Lateinischer Name: Streptopelia decaocto
Klasse: Vögel
Größe: 30 - 32 cm
Gewicht: 150 - 225 g
Alter: 5 - 10 Jahre
Aussehen: hellbraunes Gefieder, schwarzer Nackenstreifen mit weißer Umrandung
Geschlechtsdimorphismus: Nein
Ernährungstyp: vorzugsweise Körnerfresser (granivor)
Nahrung: Samen und Nüsse, Früchte und Beeren, Insekten
Verbreitung: Europa, Nordamerika, Asien
ursprüngliche Herkunft: Vorderasien und Asien
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: Parks und Gärten, Kulturfolger des Menschen
natürliche Feinde: Elster, Eichhörnchen, Falke, Hauskatze, Krähe, Marder
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Paarungszeit: ab März
Brutzeit: 14 - 18 Tage
Gelegegröße: 1 - 2 Eier
Sozialverhalten: lose Familienverbände
Vom Aussterben bedroht: Nein

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über die Türkentaube

Türkentaube

  • Die Türkentaube oder Streptopelia decaocto beschreibt eine Vogelart innerhalb der Columbidae, die ursprünglich nur in Vorderasien und Asien beheimatet war, sich im Laufe des 20. Jahrhunderts jedoch auch in Europa und in den Vereinigten Staaten etabliert hat. - Ihren im deutschen Sprachraum gebräuchlichen Namen verdankt die Türkentaube der Tatsache, dass sich ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet von der ganzen Türkei bis nach Japan erstreckte.
  • Die ersten nennenswerten Bestände wurden in Europa vor allem in Österreich, in den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Großbritannien registriert. In den USA breiteten sich die Türkentauben zunächst in Florida und auf den Bahamas aus und sind heute in über zwanzig Staaten heimisch.
  • Die Türkentaube ist ein Kulturfolger, das heißt, sie hält sich bevorzugt in der Nähe menschlicher Siedlungen auf und ist heute in den Städten und Dörfern Mittel- und Nordeuropas sehr häufig zu beobachten. Dort besiedelt die Türkentaube sowohl Parkanlagen und Friedhöfe als auch private Gärten und Wohnsiedlungen, in denen hohe Bäume wachsen.
  • Mit einer Körperlänge von dreißig Zentimetern ist die Türkentaube etwa so groß wie die in den Großstädten weit verbreitete Stadttaube.
  • Die Männchen sind nur geringfügig größer und schwerer als die Weibchen.
  • Bei beiden Geschlechtern erscheint das Gefieder am Rücken in einem bräunlichen Grau, am Bauch in Hellgrau, nur die Flügelspitzen sind schwarz gefärbt. Das auffälligste Erkennungsmerkmal der Türkentaube ist ihr schmaler schwarzer Kragen, der entlang des Nackens verläuft. Die ebenfalls schwarzen Augen sind von einem weißen Ring umgeben.
  • In menschlichen Siedlungen und Kulturlandschaften finden Türkentauben dank der Abfälle ein reichhaltiges Nahrungsangebot vor. Sie ernähren sich vorwiegend von verschiedenen Samen und Nüssen, Früchten und Beeren, Insekten und Knospen, sind aber auch oft an Futterstellen zu beobachten, wo sie Meisenknödel und anderes Vogelfutter fressen.
  • Sobald im Frühjahr die Temperaturen langsam steigen, beginnt die Balz der Türkentaube. Nach der Paarung legen die Weibchen ab März pro Gelege zwei Eier in das Nest, das sich meist hoch oben in einem Nadelbaum befindet.
  • Nach einer Brutzeit von zwei Wochen schlüpfen die Küken, die drei Wochen im Nest mit Kropfmilch gefüttert werden. Auch nachdem sie das Nest verlassen haben, werden sie noch einige Wochen lang von beiden Eltern betreut.
  • Als Fressfeinde der Türkentaube sind vor allem Falken, Uhus, Sperber und Rabenvögel sowie Marder von Bedeutung, die die Gelege und Jungvögel erbeuten.
  • Die maximale Lebenserwartung der Türkentaube beträgt etwa zwölf Jahre.