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Die Seeschlange - Steckbrief

Steckbrief

Name: Seeschlange
Weitere Namen: /
Lateinischer Name: Hydrophiinae
Klasse: Reptilien
Größe: 1 - 3 m
Gewicht: ?
Alter: ?
Aussehen: artabhängig
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: vorzugsweise Fischfresser (piscivor)
Nahrung: Fisch, Krebse, Tintenfisch
Verbreitung: Indischer Ozean und Pazifik
ursprüngliche Herkunft: unbekannt
Schlaf-Wach-Rhythmus: tag- und nachtaktiv (artabhängig)
Lebensraum: Küstennähe, Flachwasser
natürliche Feinde: Seeadler, Tigerhai, Wal
Geschlechtsreife: ?
Paarungszeit: ganzjährig möglich
Sozialverhalten: Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Nein

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über die Seeschlange

  • Die Seeschlangen oder Hydrophiinae beschreiben eine wasserlebende Familie innerhalb der Nattern- und Vipernartigen, die insgesamt 56 beschriebene Arten umfasst.
  • Seeschlangen besiedeln ausschließlich den Indischen Ozean und den Pazifik, da sie nur in Wassertemperaturen von mindestens elf bis achtzehn Grad Celsius gedeihen. Sie leben auf Sandflächen oder in Korallenriffen.
  • Je nach Art erreicht die Seeschlange eine Körperlänge von einem bis zweieinhalb Metern, wobei die Männchen deutlich kleiner und kürzer sind als die Weibchen.
  • Die einzelnen Arten unterscheiden sich in der Körperform und im Aussehen stark voneinander. Einige Seeschlangen sind von insgesamt plumpem Körperbau, andere sind schlank und besitzen einen schmalen Kopf.
  • Allen Seeschlangen ist der ruderförmige und an den Seiten abgeflachte Schwanz gemeinsam. Er ermöglicht eine schnelle und wendige Fortbewegung im Wasser.
  • Seeschlangen verbringen fast neunzig Prozent ihres Lebens im Wasser, müssen aber zum Atmen die Wasseroberfläche aufsuchen. Daher besitzen sie Klappen, die die Nasenlöcher beim Abtauchen wieder verschließen sowie eine Salzdrüse unter der Zunge, durch die überschüssiges Salz ausgeschieden werden kann.
  • Durch ihre vergrößerten Lungenflügel kann die Seeschlange zwei Stunden lang im Wasser bleiben und dabei fast zweihundert Meter tief tauchen.
  • Der Körper der Seeschlange ist von Schuppen bedeckt, die sich nicht überlappen und dadurch in ihrer Bewegung flexibel sind.
  • Innerhalb der Familie wird zwischen den Plattschwanz-Seeschlangen und den Ruderschwanz-Seeschlangen unterschieden. Die Plattschwanz-Seeschlangen bewegen sich auch an Land äußerst schnell und wendig fort und legen an Sandstränden ihre Eier ab, während die Ruderschwanz-Seeschlangen im Wasser gebären. Deren Jungtiere müssen unmittelbar nach der Geburt zur Atmung an die Wasseroberfläche schwimmen.
  • Seeschlangen ernähren sich von Fischen, Tintenfischen oder Krebstieren, Fischeiern und -larven. Viele Arten sind auf eine Fischfamilie oder Tierart spezialisiert und können Beute verschlucken, die doppelt so dick ist wie sie selbst.
  • Seeschlangen leben einzelgängerisch und treffen nur zur Paarungszeit aufeinander. Es wurde schon oft beobachtet, dass es dann zu Massenansammlungen kommt, wobei die Wissenschaft dieses Phänomen noch nicht eindeutig erklären konnte.
  • Seeschlangen sind zwar hochgiftig, beißen jedoch nur selten zu. Unfälle sind auch deshalb selten, weil ihre Giftzähne sich im Hinteren des Rachens befinden und gezielte Bisse daher kaum möglich sind.
  • Mit Ausnahme des Menschen haben die hochgiftigen Schlangen kaum Fressfeinde. Gelegentlich gelingt es einem Greifvogel, einem Tigerhai oder einem Mungo, eine Seeschlange zu erbeuten.
  • In Japan und auf den Philippinen gelten Seeschlangen als Delikatesse, die auf unterschiedliche Weise zubereitet werden kann.