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Das Pfirsichköpfchen - Steckbrief

Steckbrief

Pfirsichköpfchen Name: Pfirsichköpfchen
Weitere Namen: Fischers Unzertrennlicher
Lateinischer Name: Agapornis fischeri
Klasse: Vögel
Größe: 14 - 15 cm
Gewicht: 48 - 55 g
Alter: 16 Jahre
Aussehen: hellgrün, gelb und oranges Gefieder, roter Schnabel
Geschlechtsdimorphismus: Nein
Ernährungstyp: ?
Nahrung: Früchte, Körner, Sämereien
Verbreitung: Tansania
ursprüngliche Herkunft: Tansania
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: offenes bis halboffenes Buschland, Savanne
natürliche Feinde: ?
Geschlechtsreife: etwa ab dem zweiten Lebensjahr
Paarungszeit: Januar bis Juni
Brutzeit: 21 - 23 Tage
Gelegegröße: 4 - 6 Eier
Sozialverhalten: koloniebildend
Vom Aussterben bedroht: Nein

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über das Pfirsichköpfchen

  • Das Pfirsichköpfchen oder Agapornis fischeri beschreibt eine Art innerhalb der Unzertrennlichen. Diese Gattung umfasst verschiedene in Afrika beheimatete kleine Papageien, die für ihre enge und lebenslange Paarbindung bekannt sind.
  • Das Pfirsichköpfchen kommt ausschließlich in Tansania vor, wo es die südlichen Gebiete rund um den Viktoriasee und dessen Inseln besiedelt. Durch Einbürgerung ist es heute auch in Nairobi, in Mombasa und Daressalam beheimatet.
  • Es besiedelt Savannen in Höhenlagen von bis zu 1700 Metern, deren Landschaftsbild und Vegetation durch lange Trockenperioden gekennzeichnet sind.
  • Pfirsichköpfchen werden etwa vierzehn Zentimeter groß und wiegen abhängig vom Geschlecht zwischen 49 und 53 Gramm, wobei die Weibchen etwas schwerer sind als die Männchen.
  • Das Gefieder der Pfirsichköpfchen erscheint in einem leuchtenden Hellgrün, der Brustansatz ist gelb, Kopf, Wangenpartie und Stirn sind intensiv orange gefärbt. Die schwarzen Augen sind hell umrandet, der für Papageien typisch nach unten gebogene, spitze und kräftige Schnabel ist hellrot gefärbt.
  • Pfirsichköpfchen suchen überwiegend am Boden nach Nahrung, die aus verschiedenen Sämereien, Beeren und Früchten, Grünpflanzen, jungen Trieben und Knospen besteht.
  • Häufig halten sich Pfirsichköpfchen in landwirtschaftlich genutzten Flächen auf, wo sie zur Reifezeit ein hohes Nahrungsangebot in Form von Mais- und Getreidekörnern finden.
  • Pfirsichköpfchen zeigen ein ausgeprägtes Balzverhalten, das durch aufgeregtes Umhertrippeln, klickende Laute und Kopfkratzen gekennzeichnet ist.
  • Hat sich ein Paar gefunden, wird das kobelförmige Nest angelegt, das aus Rinden und Zweigen besteht.
  • Nach der Paarung legen die Weibchen maximal sechs Eier in das Nest und bebrüten diese alleine etwa drei Wochen lang.
  • Die fast nackten und nur spärlich mit orangefarbenen Daunen bedeckten Jungvögel sind blind und öffnen erst nach etwa eineinhalb Wochen die Augen. Sie verlassen das Nest erst im Alter von fünf bis sechs Wochen und werden danach noch einige Zeit von den Eltern mit Nahrung versorgt.
  • Pfirsichköpfchen gelten als beliebte Volierenvögel, die bereits in den frühen Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts als Haustiere gehalten und in den nächsten Jahrzehnten massenhaft in viele Länder exportiert wurden.
  • Seit dem Jahr 1992 ist der Fang und Handel wilder Vögel und die Einzelhaltung von Pfirsichköpfchen verboten. Alle heute verkauften Pfirsichköpfchen entstammen Züchtungen.