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Die Seekuh - Steckbrief

Steckbrief

Seekuh Name: Seekuh
Lateinischer Name: Sirenia
Klasse: Säugetiere
Größe: 3 - 5m
Gewicht: 500 - 1500kg
Alter: 30 - 60 Jahre
Aussehen: graue Haut
Geschlechtsdimorphismus: Nein
Ernährungstyp: Pflanzenfresser (herbivor)
Nahrung: Algen, Seegras, Wasserpflanzen
Verbreitung: Westafrika, Mittelamerika, Südamerika
ursprüngliche Herkunft: unbekannt
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: in Ufernähe von Flüssen und Gewässern, tropisches Klima
natürliche Feinde: keine
Geschlechtsreife: tritt um das zehnte Lebensjahr ein
Paarungszeit: ganzjährig
Tragzeit: 12 - 14 Monate
Wurfgröße: 1 Jungtier
Sozialverhalten: Familienverband / Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Ja

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über die Seekuh

Seekuh

  • Die Seekühe oder Sirenia beschreiben eine mehrere Arten umfassende Ordnung von Säugetieren, die mit den Elefanten eng verwandt sind.
  • Innerhalb dieser Gruppe wird mit den Gabelschwanzseekühen oder Dugongidae und den Rundschwanzseekühen oder Trichechidae zwischen zwei Familien unterschieden.
  • Sie zählen neben den Walen und Robben zu den größten meeresbewohnenden Säugetieren.
  • Der größte Vertreter dieser Ordnung ist bereits ausgestorben. Die sogenannte Stellersche Seekuh lebte in der Beringsee und wurde im Jahr 1741 entdeckt. Bereits drei Jahrzehnte später war sie aufgrund der intensiven Bejagung ausgerottet.
  • Seekühe besiedeln unterschiedliche Lebensräume und sind im Süßwasser ebenso anzutreffen wie im Meer.
  • Die Stellersche Seekuh wurde auch als Borkentier bezeichnet, da ihre fast zehn Zentimeter dicke Haut wie die Borke eines Baustammes aussah.
  • Während der Dugong, der einzige heute noch lebende Vertreter der Gabelschwanzseekühe die Küstengebiete des Indischen Ozeans und des Westpazifiks bewohnt, sind die Rundschwanzkühe im Golf im Mexiko, nahe der Küsten Mittel- und Südamerikas sowie im Amazonas anzutreffen.
  • Die Seekuh erreicht je nach Art ein Gewicht von mehr als einer Tonne und eine Körperlänge von bis zu fünf Metern. Sie ist von massiger und zylindrischer Gestalt. Die Stellersche Seekuh wurde sogar bis zu siebeneinhalb Meter lang.
  • Während die Vorderbeine zu Flossen umgebildet sind, sind die Hinterbeine nicht vorhanden. Dafür besitzt die Seekuh eine Schwanzflosse, die das größte Unterscheidungsmerkmal der beiden Familien darstellt.
  • Die Schwanzflosse der Dungogidae ist wie ein Halbmond geformt, jene der Trichechidae erscheint kreisförmig.
  • Vom verhältnismäßig großen Kopf setzt sich die Schnauze mit den dicken Tasthaaren deutlich ab, während die Ohren von außen nicht erkennbar sind.
  • Dennoch besitzt die Seekuh ein exzellentes Gehör, mit dem sie sogar Ultraschallwellen vernehmen kann.
  • Die fast gänzlich haarlose Haut ist bei den Jungtieren weiß gefärbt ist und nimmt mit zunehmendem Alter eine graue oder braune Farbe an.
  • Ihren Namen haben die Sirenentiere ihrer Ernährung zu verdanken, die ausschließlich aus vegetarischer Kost besteht. Je nach Art und Lebensraum fressen Seekühe Algen, Seegräser, Seeblumen oder verschiedene Süßwasserpflanzen.
  • Die Seekuh lebt vorwiegend einzelgängerisch und hält sich in einem weitläufigen Revier auf, das sie bedächtig durchstreift.
  • Nur gelegentlich schließen sich Seekühe zu losen Gruppenverbänden zusammen.
  • In der saisonunabhängigen Paarungszeit buhlen oft mehrere Bullen um ein Weibchen. Dieses paart sich meist mit mehreren Männchen.
  • Nach einer Tragzeit von zwölf bis vierzehn Monaten wird ein Kalb geboren, das ein Jahr gesäugt wird und die ersten beiden Lebensjahre in der Obhut der Mutter verweilt.
  • Je nach Art erreichen Seekühe ein Lebensalter von dreißig bis sechzig Jahren.
  • Die Seekuh mit ihrem gegabelten Schwanz hat wesentlich zur Entstehung von Mythen beigetragen, die sich um Nixen und Meerjungfrauen ranken.

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