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Die Schleiereule - Steckbrief

Steckbrief

Schleiereule Name: Schleiereule
Lateinischer Name: Tyto alba
Klasse: Vögel
Größe: 30 - 35cm
Gewicht: 250 - 500g
Alter: 10 - 15 Jahre
Aussehen: weißes und hellbraunes Gefieder
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Fleischfresser (carnivor)
Nahrung: vorwiegend Nagetiere
Verbreitung: Vorderasien, Europa, Amerika, Australien, Afrika
ursprüngliche Herkunft: unbekannt
Schlaf-Wach-Rhythmus: dämmerungs- und nachtaktiv
Lebensraum: unspezifischer Lebensraum, ausgenommen tropische Regenwälder und Wüsten
natürliche Feinde: Marder
Geschlechtsreife: etwa mit Anfang des zweiten Lebensjahres
Paarungszeit: Februar - März
Brutzeit: 30 Tage
Gelegegröße: 3 - 12 Eier
Sozialverhalten: Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Nein

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über die Schleiereule

Schleiereule

  • Die Schleiereule oder Tyto alba beschreibt eine weltweit verbreitete Eulenart, die sowohl in Europa und Asien, als auch in Amerika, Afrika und Australien beheimatet ist.
  • Schleiereulen besiedeln alle Lebensräume mit Ausnahme von Regenwäldern und Wüstengebieten. Sie sind in Baumsteppen, Halbwüsten und Savannen verbreitet. In Europa leben sie als Kulturfolger bevorzugt in landwirtschaftlich genutzten Gebieten in der Nähe von Dörfern und Städten.
  • Schleiereulen sind sehr standorttreue Vögel, die sich auch in strengen Wintern in ihrem Stammrevier aufhalten. Daher kommt es in schneereichen Jahreszeiten, wenn die Nahrung knapp ist, oft zu einer signifikanten Dezimierung des Bestandes.
  • Im Aussehen hebt sich die Schleiereule deutlich von anderen Eulenarten ab. Sie besitzt nicht die charakteristischen Ohrenfedern, dafür jedoch einen auffälligen Gesichtsschleier, dem sie ihren Namen verdankt. Dieser ist herzförmig, erscheint schneeweiß und umgibt die kleinen und tiefschwarzen, im Gegensatz zu anderen Eulen nach vorne blickenden Augen.
  • Das Gefieder ist schleierartig mit dunklen Punkten übersät und erscheint am Rücken goldbraun, auf der Bauchseite weiß bis hellbraun.
  • Alle Arten der Schleiereulen besitzen lange Flügel, deren Spitzen den Schwanz im Sitzen überragen.
  • Dies ist ein deutliches Merkmal von Vögeln, die in offenen Landschaften jagen. Je nach Verbreitungsgebiet und Nahrungsangebot erbeutet die Schleiereule verschiedene Arten von Mäusen sowie Ratten, Kaninchen, Reptilien, Amphibien und kleinere Vögel.
  • Ihre Opfer überrascht sie, indem sie nur wenige Meter über dem Boden und nahezu geräuschlos fliegt.
  • Nach dem Verzehr ihrer Beute würgt die Schleiereule unverdauliche Bestandteile wie Haare oder Knochen in Form von Gewöllen wieder heraus.
  • Die Brutzeit hängt stark vom Nahrungsangebot, in Europa vor allem von der Mäusepopulation ab.
  • Schleiereulen brüten in Baumhöhlen, Ruinen oder Felspalten, finden in Europa aber auch in Scheunen, alten Gebäuden und Kirchentürmen geeignete Nistplätze.
  • Meist brütet die Schleiereule ab März mehrere Eier etwa vier Wochen lang aus.
  • Die Jungvögel sind etwa zwei Monate nach dem Schlüpfen flügge und beginnen sofort damit, das selbstständige Jagen zu üben.
  • In freier Wildbahn werden Schleiereulen zwischen zehn und fünfzehn Jahre alt.
  • Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes, den Einsatz von Rodentiziden in der Landwirtschaft und die Sanierung von Altbauten sind die Bestandszahlen der Schleiereule rückläufig.
  • Da Schleiereulen als wertvolle Jäger von Nagetieren gelten, bauen ihnen viele Landwirte spezielle Eulenlöcher in Ställen und Scheunen, um ihnen geeignete Brutplätze zur Verfügung zu stellen und die Population zu schützen.

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