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Die Haselmaus - Steckbrief

Steckbrief

Haselmaus Name: Haselmaus
Lateinischer Name: Muscardinus avellanarius
Klasse: Säugetiere
Größe: etwa 8cm
Gewicht: 20 - 35g
Alter: 2 - 5 Jahre
Aussehen: gelblich, sandfarben oder rotbraunes Fell
Geschlechtsdimorphismus:
Ernährungstyp: Allesfresser (omnivor)
Nahrung: Beeren, Insektenlarven, Haselnüsse, Schnecken
Verbreitung: Europa
ursprüngliche Herkunft:
Schlaf-Wach-Rhythmus: dämmerungs- und nachtaktiv
Lebensraum: Mischwälder
natürliche Feinde: Fuchs, Marder, Habicht, Hermelin, Uhu, Waldkauz
Geschlechtsreife: gegen Ende des ersten Lebensjahres
Paarungszeit: zwei Mal jährlich
Tragzeit: 24 - 30 Tage
Wurfgröße: 2 - 6 Jungtiere
Sozialverhalten: Einzelgänger
Vom Aussterben bedroht: Ja

Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über die Haselmaus

  • Die Haselmaus oder Muscardinus avellanarius beschreibt ein Nagetier, das zu den Schlafmäusen gezählt wird.
  • Sie ist in ganz Europa verbreitet, wo sie vor allem in Mischwäldern und Landschaften mit Haselsträuchern anzutreffen ist.
  • In manchen Ländern Nordeuropas, darunter Großbritannien sowie Teilen Deutschlands und Skandinaviens gilt sie heute als seltene und geschützte Tierart, da ihre Lebensräume zusehends zerstört werden.
  • Die Haselmaus ist nachtaktiv und zieht sich tagsüber in einen Kobel, ein kleines kugelförmiges, aus Blättern und Gräsern konstruiertes Nest zurück. Oft benutzt sich als Versteck auch eine verlassene Baumhöhle oder einen Nistkasten.
  • Mit Einbruch der Dunkelheit begibt sie sich auf Nahrungssuche. Sie ernährt sich wie ihr Name schon verrät von Haselnüssen, verschmäht als Allesfresser jedoch auch Beeren und Samen, Knospen, Insekten, Wirbellose und Vogeleier nicht.
  • Sie ist von zierlicher Statur und misst mit dem langen Schwanz gerade einmal vierzehn Zentimeter.
  • Mit ihrer geringen Körpergröße und einem Gewicht von maximal 35 Gramm gilt die Haselmaus als der kleinste Vertreter der Bilche.
  • Ihr dichtes und weiches Fell ist glänzend und erscheint in einem gelblichen oder hell rotbraunen Ton. An der Bauchseite und der Brust zeigt sich ein deutlich hellerer, oft reinweißer Fleck.
  • Die Haselmaus ist ein exzellenter Kletterer, der den Großteil seines Lebens in den Bäumen verbringt. Ihr Revier markiert die Haselmaus mit Drüsensekreten und Urin.
  • Die kalte Jahreszeit von Oktober bis April verbringt die Hasenmaus nicht in ihrem Kobel, sondern in einer Erdhöhle, wo sie Winterruhe hält.
  • Viele Haselmäuse werden von Raubvögeln, Füchsen und Mardern erbeutet und sind während ihrer Winterruhe eine willkommene Nahrungsquelle für Wildschweine, die sie in ihren Erdhöhlen aufspüren.
  • Im Frühsommer bringt das Weibchen bis zu sechs Jungtiere zur Welt, die zwei Monate lang in der Obhut der Mutter verweilen. Oft kommt es im Spätsommer zu einem zweiten Wurf.
  • Die Lebenserwartung der Haselmaus beträgt maximal fünf Jahre.

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