Biologie-Schule.de

Kompaktes Wissen für Schule und Studium

Biologie-Schule.de

Das Nachschlagewerk für Biologie

Kokosnuss

Steckbrief

Die Kokosnuss Name: Kokosnuss
Lateinischer Name: Cocos nucifera
Anzahl der Arten: 1
Familie: Palmengewächse
Anbaugebiet: tropische Breitengrade
Urspr. Verbreitungsgebiet:
Erntezeit: ganzjährig
Wuchshöhe: 15 - 25m
Alter: mehr als 25 Jahre
Kalorien: ca. 350kcal je 100g
Fruchtfarbe: weiß
Gewicht: bis ca. 2,5kg
Größe: 25 - 40cm
Enthaltene Vitamine: Vitamin C
Enthaltene Mineralstoffe: Calcium, Kalium, Natrium
Geschmack: leicht süßlich

Interessantes über die Kokosnuss

Die Frucht der Kokospalme (Coco nucifera), die Kokosnuss, ist im botanischen Sinn gar keine Nuss, sondern gehört wie Mandeln und Pistazien zur Gruppe der essbaren Steinfrüchte. Ursprüngliche Heimatgebiete der Kokospalme und ihrer Frucht dürften die Inselgruppen und Küstengebiete des östlichen Indischen Ozeans und der Südsee gewesen sein. Heute wachsen Kokospalmen daneben auch in vielen weiteren tropischen Regionen. Für die Verbreitung über den ursprünglichen Kokos-Heimatraum hinaus waren einerseits Menschen verantwortlich, die vor allem aus wirtschaftlichen Gründen die Kokospalme insbesondere in Afrika und den Amerikas einführten, andererseits verbreitete sich die Kokos-Pflanze auch auf natürliche Weise. Ins Wasser gefallene Kokosnüsse trieben an andere Küsten und schlugen dort Wurzeln. Die so mitunter enorme Strecken überwindenden Kokosnüsse sind ausgesprochen zähe Seefahrer. Noch nach 100 Tagen Treibfahrt im Meerwasser sind sie keimfähig. Um nach der Landung zu gedeihen, stellen sie keine allzu großen Ansprüche an die Bodenqualität, brauchen aber viel Feuchtigkeit und ein stetig warmes Wetter. Bei mittleren Temperaturgraden unter 20 Grad Celsius können sich keine Kokosnüsse entwickeln.
Die länglich-runden und angedeutet dreieckig wirkenden Kokosnüsse können bis zu 2,5 kg schwer und bis zu 40 cm lang werden. Sie sind von einer lederartigen Außenhaut umgeben unter der sich eine fleischige und eine faserige Schicht befinden, die die innere Nuss umgeben. Das Nussinnere ist von einer harten Schale geschützt, an deren Innenseite sich das bekannte weiße Kokosnussfleisch bildet. Im Nussinneren befindet sich weiter eine „Kokoswasser“ genannte, süßliche Flüssigkeit. Typisch für die Kokosnuss sind ihre drei nebeneinander liegenden Keimlöcher, von denen in der Regel zwei verholzt sind.
Die vielfältig verwendbare Kokosnuss wird wirtschaftlich intensiv genutzt und gehört heute zu den wichtigsten Agrar-Rohstoffen weltweit. Aus dem getrockneten Fruchtfleisch (“Kopra“) werden in der Süßwarenindustrie verarbeitete Kokosraspeln hergestellt. Vor allem aber wird das durch Auspressung von Kopra gewonnene Kokosöl vermarktet. Ein Zwölftel des globalen Pflanzenöl-Bedarfs wird aktuell durch Kokosöl gedeckt.