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Anaerobe Atmung / Anaerobie

Was passiert bei anaerober Atmung? Definition:

Bei der anaeroben Atmung handelt es sich um die inneren Atmungsprozesse von Organismen, die gänzlich ohne Sauerstoff ihren Energiestoffwechsel betreiben können. Auf chemischer Ebene läuft eine Redoxreaktion ab. Statt Sauerstoff (O2) dienen allerdings Nitrate, Sulfate oder Fumerate (und einige weitere) als Elektronenakzeptoren.

Organismen mit anaerober Atmung nennt man Anaerobier (griech. 'an' = nicht; 'aer' = Luft), jene die auf Sauerstoff angewiesen sind Aerobier. Es kann zwischen zwei Arten von Anaerobiern unterschieden werden:
obligate Anaerobier: benötigen zwingend eine sauerstofffreie Umgebung, um zu Überleben.
fakultative Anaerobier: benötigen keinen Sauerstoff für ihren Stoffwechsel. Eine sauerstoffreiche Umgebung schadet ihnen allerdings auch nicht.

Gärung gehört im Übrigen nicht zu den anaeroben Vorgängen. Zwar läuft auch der Gärungsprozess ohne Sauerstoff ab, jedoch sind keine fremden Elektronenakzeptoren involviert.

Zusammenfassung

  • Anaerobe Atmung kann unter Abwesenheit von Sauerstoff ablaufen.
  • Anaerobier produzieren während der anaeroben Atmung den universalen Energieträger Adenosintriphosphat (ATP).
  • Gärung gehört nicht zu den anaeroben Vorgängen.

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