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Die Oogenese

Was geschieht bei der Oogenese?

Oogenese (griech. oon = Ei, genesis = Ursprung, Entstehung) umfasst Eizellenbildung und Eireifung.
Die Bildung von Eizellen findet bei Säugetieren im wesentlichen pränatal, also vor der Geburt, statt. Diese Ureizellen (Oogonien) vermehren sich durch Mitose in den Eierstöcken. Zwischen Geburt und Pubertät befinden sich die Ureizellen (von da an als Oozyten bezeichnet) in einem Ruhestadium. Ab Beginn der Geschlechtsreife bis zur Menopause kommen etwa 500 von insgesamt ca. 40.000 Oozyten in die Reifungsphase. Zu diesem Zeitpunkt haben sie die I Meiotische Phase bereits überstanden und bestehen aus einem haploiden Chromosomensatz.
Am Ende der II Meiotischen Phase liegt eine haploide Eizelle und drei Polkörperchen vor. Die Besonderheit ist das aus einer Oogenese nur eine funktionierende, haploide Eizelle entsteht. Bereits während der I Meiotischen Teilung kommt es zu einer ungleichen Aufteilung des zellplasmas. Der Vorgang wiederholt sich in der II Meiotischen Phase. IdR werden diese für den Körper nutzlosen Zellen wieder absorbiert. Hilfreich sind die Polkörperchen bei der künstlichen Befruchtung zur Diagnose von eventuellen Fehlverteilungen des Chromosomensatzes. Denn ist die Zahl der Chromosomen in den Polkörperchen ungleich, betrifft dies auch die zu befruchtende Eizelle und es liegt eine Fehlverteilung des Chromosomensatzes (z.B. bei Trisomie 21) vor.

Zusammenfassung

  • Der Vorgang der Oogenese umfasst die Eizellenbildung und Reifung
  • Bei der Oogenese entsteht eine Eizelle, sowie drei Polkörperchen
  • Die Polkörperchen sind für den Körper nutzlos, können jedoch bei der künstlichen Befruchtung zur Analyse des Chromosomensatzes der Eizelle untersucht werden