Biologie-Schule.de

Kompaktes Wissen für Schule und Studium

Biologie-Schule.de

Das Nachschlagewerk für Biologie

Evolutionsfaktor Rekombination

Rekombination

Unter Rekombination versteht man die Neuverteilung von Erbgut während der Meiose. Die Rekombination macht es quasi unmöglich, das zwei identische Nachkommen gezeugt werden und ist somit maßgeblich für eine hohe genetische Variabilität.
Im Gegensatz zum Evolutionsfaktor Mutation, die neue Variationen schafft, sorgt die Rekombination nur für eine andersverteilung des vorhandenden(!) genetischen Materials. Damit findet keine Veränderung des Genpools statt.

Interchromosomale Rekombination

Interchromosomale Rekombination: In der Metaphase innerhalb der Meiose "versammeln" sich alle Chromosomen in der Äquatorialebene (siehe Bild rechts). In der folgenden Anaphase kommt es nun zu einer zufälligen Verteilung der homologen Chromosomen, die von den Zugfasern des Spindelapparates an den Rand der Zelle gezogen werden. Auf diese Weise werden die Chromosomenpaare neu kombiniert. So können sie nun aus väterlichen und mütterlichen Chromosomen bestehen.

Intrachromosomale Rekombination

Intrachromosomale Rekombination: Betrifft die Rekombination zwischen den homologen Chromosomen innerhalb der Meiose. Bei der Prophase legen sich die Chromatiden übereinander (crossing over = übereinander legen). Es kann dabei zu einem Bruch von Teilabschnitten kommen, die anschließend mit Teilen des anderen Chromatids wieder geschlossen werden, sodass es letztendlich zu einem partiellen Austausch der Chromosomen von väterlichen und mütterlichen Chromosomen kommt.

Zusammenfassung

  • Durch Rekombination wird das vorhandene genetische Material (DNA) neu gemischt
  • Es wird zwischen interchromosomaler Rekombination (zwischen den Chromosomen) und intrachromosomaler Rekombinaton (innerhalb der Chromosomen) unterschieden