Biologie-Schule.de

Kompaktes Wissen für Schule und Studium

Biologie-Schule.de

Das Nachschlagewerk für Biologie

Warum schmeckt Blut nach Eisen?

 

Ali (14) fragt:

"Mir ist aufgefallen das Blut einen sehr metallischen Geschmack hat. Wieso schmeckt Blut so sehr nach Eisen?"

| 15.01.2013 | Humanbiologie | Schon gewusst? |

Warum schmeckt Blut nach Eisen?
Der Bestandteil im Blut der den metallischen Geschmack verursacht ist tatsächlich Eisen. Dabei darf man aber nicht gleich an einen großen Eisenträger denken, sondern muss sich die Bestandteile des Blutes einmal genauer ansehen. Man unterscheidet zwischen roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten). Die roten Blutkörperchen enthalten Hämoglobin, das ist der rote Blutfarbstoff, der zu einem wesentlichen Teil aus winzigen Eisenionen besteht. An diesen Eisenionen bindet der über die Lunge aufgenommene Sauerstoff und wird so über den ganzen Körper verteilt. Ein Mensch hat etwa fünf Gramm Eisen im Körper und muss täglich mindestens das Doppelte dieser Menge über Lebensmittel zu sich nehmen, um dieses Niveau in etwa halten zu können. Besonders eisenreiche Lebensmittel sind vor allen Dingen Fleisch, Spinat, Sojabohnen, Vollkornbrot und Nüsse.

Und auch wenn sich im gesamten Körper nur fünf Gramm Eisen befinden, sorgt diese absolut geringe Menge doch für den charakteristischen Geschmack. Im Vergleich zu allen anderen Spurenelementen ist Eisen sogar das häufigste Element in unserem Körper. Immerhin ist es für die Verteilung des Sauerstoffs im Organismus verantwortlich, und damit für uns unersätzlich.