Biologie-Schule.de

Kompaktes Wissen für Schule und Studium

Biologie-Schule.de

Das Nachschlagewerk für Biologie

Biotische Selektionsfaktoren

Selektionsfaktoren

Unter Selektionsfaktoren versteht man jene Umweltbedingungen/faktoren, die auf die Individuen, und damit auf deren Fitness einwirken. Dabei wird zwischen abiotischen (unbelebte) und biotischen (belebte) Selektionsfaktoren unterschieden.
Die Selektionsfaktoren sind maßgeblich für die Richtung der Evolution.

Biotische Umweltfaktoren: Sämtliche Selektionsfaktoren, die von der belebten Umwelt ausgehen. Diese können zwischen Intraspezifischen (innerartlich) und Interspezifischen (außerartlich) Faktoren unterschieden werden.

Intraspezifische Selektionsfaktoren:
Sexuelle Selektion: Auswahl eines Sexualpartners anhand von bestimmten Merkmalen (z.B. Gesang bei Singvögeln, Geweihgröße bei Hirschen oder Federkleid der Pfauen; siehe auch Sexualdimorphismus)

Interspezifische Selektionsfaktoren: (Begründet durch Jäger-Beute-Beziehung)
Nachahmung der Umweltumgebung, etwa durch Adaptierung von Farbe und Gestalt (Mimese); Beispiele: Wandelnde Blätter, Lebende Steine, Chamäleon
Nachahmung einer anderen Art, die sich z.B. durch Gifte schützt. So wird bei Fressfeinden der Eindruck erweckt, das harmlose Tier sei gefährlich (Mimikry); Beispiel: Die harmlose Schwebfliege sieht der Wespe zum verwechseln ähnlich, und wird so von eventuellen Fressfeinden gemieden

Zusammenfassung

  • Biotische (altgr. bios = Leben) Selektionsfaktoren gehen von der belebten Umwelt aus
  • Es wird zwischen innerartlichen und außerartlichen Selektionsfaktoren unterschieden