Biologie-Schule.de

Kompaktes Wissen für Schule und Studium

Biologie-Schule.de

Das Nachschlagewerk für Biologie

Rottweiler

Steckbrief

Rottweiler Name: Rottweiler
Alternative Namen: Rottweiler Metzgerhund
Ursprüngliche Herkunft: Deutschland
FCI Gruppe: Pinscher und Schnauzer Molossoide Schweizer Sennenhunde
Größe (): bis zu 70cm
Größe (): bis zu 62cm
Gewicht () : 45 - 60kg
Gewicht () : 35 - 45kg
Lebenserwartung: 8 - 10 Jahre
Ernährung: Fleischfresser
Geschlechtsreife:
Wurfgröße: 6 - 7
Fellfarbe: schwarz als Grundfarbe
Fellart: dicht, glänzend
Felllänge: kurz
Charakter / Wesen: selbstbewusst, aufmerksam, mutig
Haltung: konsequente und strenge Erziehung; der Rottweiler ist kein Anfängerhund!

Rottweiler - Einführungsinformationen

Die Herkunft des Rottweilers ist bis heute nicht genau erforscht, Vermutungen legen jedoch nahe, dass seine direkten Vorfahren schon als Treib- und Hütehunde sowie als Schutzhunde des römischen Heeres eingesetzt wurden. Der Name dieser Rasse leitet sich von der alten Stadt Rottweil ab, wo aus Italien nach Deutschland gelangte Hunde dieser Art im Mittelalter von Metzgern mit einheimischen Rassen gekreuzt und weitergezüchtet wurden. Sie dienten hauptsächlich als Treib-, aber auch als Zughunde. Nachdem die Bestände des Rottweilers im Laufe des 19. Jahrhunderts stark zurückgegangen waren, wurde in Deutschland der Rottweiler-Klub gegründet, der sich dem Erhalt dieser Rasse widmete. Durch seine vielseitigen Talente fand der Rottweiler ab dem frühen zwanzigsten Jahrhundert auch als Polizeihund Verwendung. Bis heute wird er als Diensthund erfolgreich in verschiedenen Bereichen eingesetzt.

Der Rottweiler ist von muskulöser und kräftiger Statur und besitzt einen markanten und breiten Schädel mit einer abgerundeten Stirn. Bei einer Schulterhöhe von bis zu siebzig Zentimetern kann dieser stämmige Hund ein Gewicht von bis zu 69 Kilogramm auf die Waage bringen. Dabei wirkt der Körperbau des Rottweilers nicht plump, sondern wohlproportioniert und wendig. Das Fell des Rottweilers ist dicht und kurz und erscheint in einem glänzenden Schwarz, an den Läufen und Pfoten, an der Brust und Schwanzwurzel, der Schnauze und im Gesicht befinden sich klar abgegrenzte Stellen in rotbrauner Färbung. Die dunkel umrandeten Augen sind in der Regel schwarz, können aber auch blau pigmentiert sein. Seine dreieckig geformten Ohren trägt der Rottweiler nach vorne gekippt.

Der Rottweiler steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der Rasseliste und gilt als eine der gefährlichsten Hunderassen überhaupt. Durch Rottweiler verursachte Unfälle sind jedoch nicht auf das Wesen dieses Hundes zurückzuführen, sondern auf die mangelnde oder fehlerhafte Erziehung durch verantwortungslose oder unerfahrene Besitzer. Der Rottweiler besitzt nämlich einen durchaus liebevollen und sanftmütigen Charakter und begegnet Menschen freundlich und ohne Aggressionen, wenn er schon im Welpenalter sozialisiert und konsequent erzogen wird. Er eignet sich durchaus als verschmuster und anhänglicher Familienhund und besitzt einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, weshalb er sein Rudel stets verteidigen wird. Allerdings benötigt der Rottweiler eine willensstarke und selbstbewusste Bezugsperson, die mit diesem hochintelligenten Kraftpaket gut umgehen kann. Körperliche Auslastung in Form von langen Ausläufen und sportlicher Betätigung ist Grundvoraussetzung für sein ausgeglichenes Wesen. Werden dem Rottweiler klare Grenzen gesetzt, wird er sich in einen Familienverband problemlos einfügen, bekannte Besuche immer freundlich empfangen und auch Kindern ein geduldiger und lebhafter Spielkamerad sein.