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Die RNA (Ribonukleinsäure)

Aufbau der Ribonukleinsäure

Die RNA (Ribonukleinsäure) ist ähnlich wie die DNA ein aus Nukleotiden bestehender Strang. Von zentraler Bedeutung ist sie bei der Proteinbiosynthese (Transkription und Translation).

Ein einzelner Nukleotid besteht aus einem Phosphatsäurerest, einer Ribose (Monosaccharid mit 5 C-Atomen -> Pentose), sowie einer organischen Base. Dies können Adenin, Cytosin, Guanin oder Uracil sein. Im Vergleich zur DNA wird das Thymin in der RNA also vom Uracil ersetzt.

In aller Regel besteht die Ribonukleinsäure nur aus einem Strang. Das liegt vor allem in ihrer Funktion begründet. Etwa bei der Transkription wird die DNA auf die messenger RNA transkribiert (übertragen) und in der Translation zur Synthese von Proteinen wieder abgelesen. Der Vorgang funktioniert dadurch so effektiv und ökonomisch, weil die RNA im Vergleich zur DNA nur einen Strang besitzt auf dem ebenso alle Informationen enthalten sind. Denn durch die Komplementarität der Basen ist die Abfolge des genetischen Codes auch auf der einsträngigen RNA fest determiniert.

Auswahl verschiedener RNA Varianten (Aufzählung nicht abschließend)

mRNA (messenger RNA) transportiert die genetischen Information aus dem Zellkern zu den Ribosomen, dem Ort der Proteinbiosynthese
tRNA (transfer RNA) transportiert Aminosäuren aus dem Cytoplasma zu den Ribosomen (codiert keine genetischen Informationen!)
rRNA (ribosomale RNA) ist für den Aufbau der Ribosomen zuständig (codiert keine genetischen Informationen!)

Zusammenfassung

  • RNA besteht aus einem Polynukleotidstrang und ist bei der Transkription und Translation für die Übertragung der DNA wichtig.
  • Es gibt viele verschiedene RNA Typen, von denen nicht alle für die Übertragung von genetischen Informationen zuständig sind.